2025

Vier Wege, ein Maß: Wie die Abtei ihre künftigen Nutzungen schärfte

Vier mögliche Nutzungen, an einem einzigen Maßstab gemessen: der Passung zum Ort.

An zwei Tagen Ende Februar 2025 saßen die Schwestern mit ihrer Prozessbegleitung über einer Frage, die leichter klingt, als sie ist: Wer und was soll künftig in den freiwerdenden Räumen der Abtei Platz finden?

Schon 2023 hatte die Gemeinschaft Felder benannt und Grenzen gezogen. Jetzt, in der Förderzeit, wurde es konkret – und genau hier zeigt sich, wie aus offenen Möglichkeiten tragfähige Entscheidungen werden.

Vier mögliche Wege

Der Workshop arbeitete vier Nutzungsschwerpunkte durch: Wissenschaft, Forschung, Lehre und Kultur; Beherbergen; (temporäres) Wohnen; und Fürsorge-Wohnen. Für jeden wurden Partner, Zielgruppen, Räume und Synergien durchdacht – aber eben auch die Grenzen.

Jede Tür steht halb offen

Zu jedem Weg gehört ein „Ja, aber so nicht“: Forschung ja – aber kein Campus; Gäste ja – aber kein Hotel; Wohnen ja – aber nicht auf Dauer; Pflege ja – aber nicht ausschließlich. 

Das verbindende Maß ist nicht der Ertrag einer Idee, sondern ihre Passung zum benediktinischen Charakter des Ortes.

Was sich verändert hat

Aus vier gleichwertigen Wegen wurden geordnete Prioritäten. Die Öffnung hat damit Konturen bekommen – prüfbar für die folgende Machbarkeitsstudie.

Übertragbare Frage

Wie prüft man viele attraktive Möglichkeiten an einem einzigen Maßstab – dem eigenen Wesen – statt an ihrem Ertrag, und wie hält man die Tür dabei bewusst nur halb offen?

Weiter in die Tiefe

Quellen · Protokoll „Workshop zur zukünftigen Nutzung der Abtei St. Hildegard“ (27./28. Februar 2025).