2021
Sehen, was ist: Die Bestandsaufnahme, mit der alles anfing
Drei Konventbilder, nüchterne Zahlen und ein Fazit ohne Beschönigung.
Bevor irgendjemand über Umbau, Nutzungen oder Förderung sprach, tat die Gemeinschaft etwas Einfaches und zugleich Mutiges: Sie sah genau hin.
Ende 2021 erfolgte eine Bestandsaufnahme, die den Weg in drei Blickrichtungen ordnete – sehen, was war und was ist; sehen, was kommt; sehen, was an Potenzial vorhanden ist. Es ist der Anfang von allem, was folgte.
Ein ehrlicher Blick in den Spiegel
Drei Konventbilder erzählten die Geschichte fast ohne Worte. Die Zahlen dahinter waren nüchtern. 1991 arbeiteten noch über dreißig Schwestern in den Betrieben; 2021 war die Gemeinschaft deutlich kleiner und älter, und die Vorausschau auf 2026, 2031, 2036 und 2041 ließ keinen Zweifel an der Richtung.
Dazu ein Haus von 120 Jahren unter Denkmalschutz, mit wachsendem Bedarf bei Sanierung, Brandschutz, Bädern, Barrierefreiheit und Energie. Das Fazit: Die Gemeinschaft wird kleiner, die Räume bleiben gleich – und werden nach und nach zu groß.
Die Spannung: hinsehen, ohne zu erschrecken
Eine Gemeinschaft, die Beständigkeit verspricht, schaut auf ihren eigenen Rückgang – und benennt ihn, statt ihn zu vertagen. Das ist schmerzhaft. Die Unterlagen lassen diesen Schmerz ausdrücklich stehen.
„Umbruchzeiten sind Gnadenzeiten – das nimmt nicht den Schmerz.“



