2024

Wenn aus einem Wunsch ein Vorhaben wird

2024 bekam der Transformationsprozess ein Datum. Was bis dahin interne Überlegungen waren, wurde in ein Bundesförderprogramm aufgenommen – mit einem Budget von rund 3,3 Millionen Euro und einer Laufzeit bis 2028.

Von einem Tag auf den anderen gab es einen Zeitplan, eine Summe und Menschen von außen, die mitdenken.

Aus „Was wollen wir?“ wird „Was ist machbar?“

Die Idee blieb dieselbe: die Abtei erhalten, einen konzentrierten Lebensbereich für die Schwestern schaffen – die „Neue Klausur“ – und die freiwerdenden Räume behutsam öffnen. Was sich änderte, war der Modus. Aus Ideen wurden Prüfaufträge, aus Wünschen Planungsfragen.

Fachleute untersuchten das Gebäude denkmalpflegerisch. Ein Workshop verengte das weite Feld möglicher Nutzungen auf wenige, die wirklich passen: Wissenschaft, Forschung, Beherbergung – und die Pflege der älter werdenden Schwestern. Eine zweitägige Werkstatt suchte nach minimalinvasiven Optimierungen, die bezahlbar bleiben und das Haus so wenig wie möglich verletzen. 2026 fasste eine umfangreiche Bedarfszusammenstellung all das zu einer geordneten Grundlage zusammen.

Die Idee wird belastbar – prüfbar, genehmigungsfähig, in Räume und Zahlen übersetzt.

Die Fragen, die offen blieben

Wie plant man ein Haus, wenn man nicht weiß, wie groß die Gemeinschaft in zehn Jahren sein wird? Die Antwort ist erfrischend nüchtern: Man plant mit zwei Möglichkeiten zugleich – einer größeren und einer kleineren Gemeinschaft – und hält die Zukunft bewusst offen.

Die Richtung der Öffnung steht fest, die konkreten Partner aber noch nicht. Gespräche sind im Gange, aber offen. 

Weiter in die Tiefe

Und dann?

Als Nächstes kommt die Machbarkeitsstudie – der eigentliche Realitätstest, der verschiedene Wege nach Qualität, Kosten, Risiko und Flexibilität vergleicht. Aus ihr soll ein Gesamtkonzept entstehen, das zeigt, welche weiteren Nutzungen möglich sind. 

Quellen · Förderpräsentation NPS/BBSR; Bedarfszusammenstellung (März 2026).